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Die globale Finanzkrise holt Anleger ein, die auf Empfehlung ihrer Bank oder Sparkasse Zertifikate der insolventen Investmentbank LEHMAN BROTHERS gekauft haben. Als aktiver Vertreiber dieser Zertifikate hat sich die CITIBANK hervorgetan. Jedoch auch die COMMERZBANK und die DRESDNER BANK sowie diverse Sparkassen und die POSTBANK haben LEHMAN BROTHERS - Zertifikate verkauft. Es stehen im Jahr 2010 zahlreiche Klagen bevor, denn besonders ab Anfang 2007 wurden die Zertifikate von Lehman Brothers gehäuft empfohlen.
Die ARBEITSGEMEINSCHAFT VON LEHMAN-ANLEGERANWÄLTEN warnt jedoch davor, diese Verfahren als Selbstläufer zu betrachten. Ob ein Beratungsverschulden vorliegt und mit Erfolgsaussicht geltend bemacht werden kann, muss die Prüfung des Einzelfalls ergeben. Die Vorerfahrung des Anlegers spielt ebenso eine Rolle wie seine Beweissituation. Nur die genaue Prüfung des Einzelfalls kann klären, ob mit Erfolgsaussicht Ansprüche wegen Falschberatung durchsetzbar erscheinen.
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Lehman-Anlegeranwälte
Bei der Vermittlung von LEHMAN BROTHERS - Zertifikaten ging die Branche nach Schilderung Betroffener in vielen Fällen äußerst kaltschnäuzig vor. Einer anlageunerfahrenen Rentnerin wurde empfohlen, die Hälfte ihrer geringen Ersparnisse in ein LEHMAN BROTHERS - Zertifikat zu stecken. Erklärt wurde ihr dies als sichere und risikolose Spareinlage.
Eine Familie wollte in absehbarer Zeit eine Eigentumswohnung kaufen und bis dahin das Ersparte ein Jahr lang als Tagesgeld anlegen. Der Berater der CITIBANK riet davon ab und erklärte, bei Zertifikaten von LEHMAN BROTHERS würden sie mehr Gewinn machen und garantiert nichts verlieren. O-Ton des Beraters nach Schilderung der Geschädigten: "Wenn Sie etwas verlieren, gibt es die Citibank nicht mehr".
Besonders perfide erscheint, dass beim Kauf des Zertifikats LEHMAN BROS. Bonus Express Defensiv 8 die CITIBANK zwar vermerkte, dass dies nicht der Risikoklasse des Kunden entspricht, jedoch einem individuellen Wunsch des Kunden gefolgt worden sei. Kommentar der Kunden: "Glatt gelogen".
Die in der ARBEITSGEMEINSCHAFT VON LEHMAN-ANLEGERANWÄLTEN zusammengeschlossenen Kanzleien vertreten bundesweit zahlreiche Anleger gerichtliche und außergerichtlich gegen die beratenden Banken und Sparkassen. Ihre breite Aufstellung und bundesweite Vernetzung hat das Ziel, Waffengleichheit für geschädigte Anleger gegen scheinbar übermächtige Banken und Sparkassen herzustellen, Wissen und Informationen auszutauschen und den gerichtlichen Vortrag durch fortwährenden Erfahrungsaustausch zu optimieren. Dabei werden die Mandate selbstverständlich in der vollen Eigenverantwortung der Kanzlei bearbeitet, die der geschädigte Anleger beauftragt hat.
Spannend wird es werden, wie die CITIBANK und andere die Frage zu möglichen Kick-Back-Zahlungen beantworten werden. Dass für den provisionsgesteuerten Bankberater der Verkauf von Sparanlagen oder Bundeswertpapieren uninteressant ist und deshalb - aus Provisionsinteresse - der Zertifikat-Markt in den vergangenen Jahren in die Anlegerdepots schwappte, ist Fakt. Ein früherer CITIBANK-Berater schilderte einem Anwalt der ARBEITSGEMEINSCHAFT, dass monatlich 15.000,00 Euro an Provision erwirtschaftet werden mussten. Der ARBEITSGEMEINSCHAFT liegt die Zielvereinbarung einer anderen Geschäftsbank vor, die ein Jahresziel von 150.000,00 Euro Provision für den Berater vorgibt. Solche hohen Provisonen können nur hereingeholt werden, wenn sich der Produktverkauf auf vermögende, jedoch weitgehend unerfahrene Kunden konzentriert, die voller Vertrauen zu ihrem Berater sind. Dass die Institute in vielen Fällen zusätzlich zu Ausgabeaufschlägen noch versteckte Innenprovisinen kassieren, ist ein zentrales Thema der rechtlichen Auseinandersetzungen. Der Bundesgerichtshof zwingt die Branche inzwischen beispielsweise mit Urteil vom 19.12.2006 zur Offenlage der versteckten Provisionen und leitet aus deren bewussten Verschweigen Schadensersatzansprüche für die Anleger ab. Hier könnte für die LEHMAN BROTHERS – Bankberater die Provisionsgier noch zum Boomerang werden.

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